Man mag über paranormale Gegebenheiten wie Flüche und Geister denken, was man will - wenn es um die Auswahl des Standortes geht, beweisen sie oftmals guten Geschmack. Genau in diese Rige von paradisischen Orten auf der Erde, die von einem vermeintlichen Fluch heimgesucht werden, fügt sich das Palmyra Atoll ein.
 
Dabei wirkt die Insel im nördlichen Pazifik mit einer hohen Dichte an Flora und Fauna auf den ersten Blick alles andere als lebensfeindlich. Was ist es also, was diesem Fleckchen Erde den Ruf einer verfluchten Gruselinsel einbringt? Finden wir es heraus.

 

1. Schaurig seit Tag 1

Entdeckt wurde das Atoll im Jahre 1798. Bereits damals begannen die Erzählungen von düsteren und erschreckenden Ereignisen rund um die Insel. So erzählt man sich, dass der damalige Kapitän mehrfach durch das Gefühl von Terror in der Nacht geweckt wurde. Ironischerweise war es genau das, was ihn dazu veranlasste, mitten in der Nacht das Deck aufzusuchen und so ein Riff zu entdecken, auf welches sein Schiff zusteuerte.

Die Crew konnte gerade noch rechtzeitig ausweichen, womit man wohl von einem Happy End reden kann. Ob man dies nun für Seemansgarn oder eine Warnung einer verfluchten Insel hält, steht der eigenen Interpretation frei. Doch wir reden hier nur über die Spitze des Korallenriffs.

Forrás: https://blog.nature.org/conservancy/2009/03/13/expedition-to-palmyra-atoll-farewell-alison-green/ 

2. Erzählungen häufen sich

Nur vier Jahre darauf ereignete sich das nächste Ereignis, das Anlass zur Annahme paranomaler Aktivitäten im Palmyra Atoll gab. Das namensgebende Schiff, die Palmyra, strandete dort im Jahre 1802. Es scheint, als hätten die damaligen Namensgeber des Atolls geahnt, welcher Ruf selbigen in der Zukunft zuteil werden würde und die passende Inspiration dafür gewählt.

Spätestens damit war das Fundament für das Konstrukt aus zahlreichen schaurigen Geschichten rund um Palmyra gelegt. Erzählungen und Beobachtunge von Seefahrern, die das bedrohliche Bild des Atolls weiter zementierten, waren die Normalität. Unerklärliche Lichter auf der unbewohnten Insel, ungewöhnlich viele Haie und sogar Seemonster sollen den Ort heimgesucht haben.

Manche gingen sogar soweit und waren sich sicher, dass das Atoll in bester "Poltergeist"-Manier ein Eigenleben besaß und Korallenriffe aus dem Nichts auftauchen lies, um die vorbei segelnden Schiffe zum Sinken zu bringen.

 

3. Schiffbrüchige Engel

Zugespitzt hat sich der maritime Horror um das Jahr 1870. Zu dieser Zeit strandete die Angel am Palmyra Atoll. Die Crew eines weiteren Schiffs, die entgegen der gruseligen Geschichten einen Halt dort gemacht hatte, fand mehrere Leichen verstreut auf der Insel vor.

Das besondere war jedoch, dass die Leichen den Berichten der Crew zufolge auf brutalste Weise getötet wurden. Ein Stephen King hätte es nicht besser schreiben können. Bis heute blieb die Ursache für den Vorfall ungeklärt. Die logischen Erklärungsansätze, dass die Seeleute den tierischen Bewohnern des Atolls oder der eigenen notgedrungenen Brutalität zum Opfer gefallen sind, gingen im Meer der Horrorgeschichten unter.

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4. Ein verlorener Schatz 

Als wäre das Gesamtbild nicht schon unglaublich genug, reiht sich bald nach dem Vorfall der Angel die Geschichte um einen verlorenen Schatz dazu. Das Schicksal der Esperanza und ihrer Crew ist bis heute eine der bekanntesten Geschichten, die das Atoll umgibt. 

Das spanische Schiff erleidete Schiffbruch in Palmyra nach einem erfolgreichen Beutezeug bei den Inkas.Die Überlebenden setzten den Erzählungen zufolge gemeinsam mit dem Schatz auf Floßen auf die Insel über. Dort soll es ihnen gelungen sein, über ein Jahr zu überleben.

Wer von euch jetzt denkt, dass dies doch eigentlich die ganzen paranormalen Vorfälle entkräftet, muss das Ende der Geschichte abwarten. Nach über einem Jahr des Ausharrens entschieden sich die gestrandeten, den Schatz zu vergraben und einen verzweifelten Versuch zu unternehmen, geborgen zu werden.

Von allen Überlebenden ist heute nur einer bekannt, der von einem anderen Schiff geborgen werden konnte. An Bord dessen fand sein Leben afgrund einer Lungenentzündung ein jähes Ende, ohne dass er ein Wort über den Aufenthalt des Schatzes verlor. Bis heute, so heißt es, liegt das Gold und Silber der Inkas dort vergraben.

Doch auch einer verlorener Schatz markiert noch nicht das Ende der Fahnenstange. Berichte von flüsternden und furchteinflößenden Bäumen bringen noch eine Spur "Der Herr der Ringe" in den Mix. Schattenwesen in den Wäldern und vergiftete Fische setzen dem ganzen noch die Krone auf und erschaffen das wohl unparadisischste Bild, was wir von einer tropischen Insel wohl haben kann.

 

5. Palmyra lehrte das U.S.-Militär das fürchten

Ja, richtig. Während des 2. Weltkrieges bekam das damals modernste Militär der Welt den "Zorn der Insel" zu spüren. Die Amerikaner nutzten das Atoll als Marinestützpunkt, hauptsächlich zur Betankung von U-Booten und Flugzeugen.

Während dieser Zeit ereigneten sich unerklärliche Vorfälle. Zahlreiche der dort stationierten Soldaten berichteten von einem unnatürlich großen Gefühl der Angst, das viele sogar dazu veranlasste, eine Versetzung anzufordern. Darüber hinaus war von ungewohnten Stimmungsschwankungen des Pesonals, als auch Kämpfen und sgar Morden untereinander die Rede.

Den Höhepunkt der obskurren Gegebenheiten markiert jedoch ein anderes Ereignis. Ein Patroulien-Flugzeug musste in der Nähe des Atolls bruchlanden. Als sich die Truppen jedoch der Rauchspur folgend auf dem Weg zur Bergung machten, fanden sie nichts vor. Auch das folgende, gründliche Absuchen der Umgebung verlief ohne das Auffinden der geringsten Spur.

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6. Bis heute ein Ort der Furcht

Die bisherigen Erzählungen aus Zeiten, die in weiter Vergangenheit zurückzuliegen scheinen, werden viele Skeptiker von euch noch kalt gelassen haben. Doch auch in den letzten Jahrzehnten hat sich die Menge an kuriosen Berichten nicht abgeflacht.

Das wohl prominenteste Beispiel dafür ist der notorische Doppelmord an den Grahams in den 70ern. Das Paar hat sich nach langer Diskussion und entgegen der starken Zweifel von "Muff", der Ehefrau, dazu entschieden, auf ihrer Umseglung der Welt einen mehrjährigen Halt dort zu machen.

Tatsächlich waren sie nicht die einzigen und trafen dort viele Seereisende an, unter anderem auch den Jahre später für den Mord an den beiden verurteilten Buck Walker, seine Frau und deren beinahe zu Tode abgemagerten Hunde. Mehreren späteren Zeugenaussagen zufolge sei den dort verbleibenden das gleiche wiederfahren, wie den US-Truppen ca. Zwanzig Jahre zuvor – Aggressivität, Kämpfe und schlussendlich auch Morde.

Während besagter Mord und der Diebstahl der luxuriösen Yacht der Grahams noch logisch erklärt werden können, zog dieser Vorfall wahrlich gruselige Folgen nach sich. Zum einen wäre da der Fund von zwei südafrikanischen Reisenden fast 10 Jahre später. Sie fanden einen Schrein auf der Insel, der dem Mordfall gewidmet war und mit zahlreichen Zeitungsartikeln über diesen ausgeschmückt war. Woher diese kommen und wer ihn erbaut hat, ist bis heute unerklärt.

Ein Paar Tage später fand eine der Reisenden zudem menschliche Überreste, die sich später als die von Muff Graham erweisen sollten. Doch auch dies bleibt nicht von unerklärlichen Umständen verschont – Die Überreste befanden sich neben einem alten Metallbehälter, den die Amerikaner während des zweiten Weltkrieges benutzten. Dieser wurde erst kurz vor dem Fund nach einem Sturm an Land gespült.

Später ergab sich, dass Muff nach ihrem Tod in den Container gestopft und in's mehr geschoben wurde. Die Unglaublichkeit, dass der Container genau zu diesem Zeitpunkt wieder auftaucht genauso wie der Fakt,  dass er mit der nächsten kurz darauffolgenden Flut wieder in's Wasser gespült worden wäre, machen es uns schwer, hier an die Kraft des puren Zufalls zu glauben. Passend dazu waren auch die Vorwarnungen, die Muff vor Antritt der Reise von einem Wahrsager erhalten hat. Schon schaurig, oder?

 

7. Na, schon Bock auf Urlaub?

Heutzutage ist das Palmyra Atoll bis auf die hin und wieder beruflich dort tätigen Klimaforscher gänzlich unbewohnt. Wer diesen Artikel bis hier gelesen hat und nicht völlig abgedreht ist, wird wohl unsere Auffassung  teilen, dass das besser so bleibt. Dabei gibt es noch unzählige weitere unerklärliche Geschichten, die sich um das so paradisisch wirkende Örtchen  ranken.

Wir sind gespannt, eure Meinung über den "Fluch des Palmyra Atolls" und paranormale Ereignisse im Allgemeinen zu hören. Denjenigen von euch, die jetzt Lust auf ein einmaliges Urlaubserlebnis oder eine Schatzsuche bekommen haben, denen möchten wir weitere Recherche zum Thema und eine Gesprächsstunde mit dem gesunden Menschenverstand an's Herz legen. Sucht euch lieber eine der vielen wunderschönen und vor allem mit Sicherheit nicht von einem Fluch heimgesuchten Inseln der Welt aus.