Wir haben uns für dich Nürnberger Sehenswürdigkeiten angesehen und die spannende Geschichten dahinter rausgefunden. Auch spannend: Aus einem Escape Room ausbrechen. Dazu später mehr.

 

1. Geschichten aus der Lorenzkirche

Sie ist der Mittelpunkt der Nürnberger Shopping-Meilen: die Lorenzkirche. 1250 erbaut und 1952 nach ihrer Zerstörung im zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut ist das riesige Gebäude aus altem Sandstein fester Bestandteil der Nürnberger Altstadt. Das ist erstmal nichts neues. Aber hast du gewusst, dass die Lorenzkirche zwei Feinde hat? Nämlich Taubenkot und Autoabgase. Denn beides greift den Sandstein an und lässt ihn bröckeln. Autoabgase? Die Lorzenkirche liegt doch in der Fußgängerzone.

Lorenzkirche Nürnberg

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Stimmt, aber erst seit den 1970er Jahren. Vorher war der Vorplatz der Lorenzkirche eine Kreuzung für alle fahrbaren Untersätze. Und gegen den Taubenkot sind feine Netze über die gesamte Kirche gespannt, damit die Flattermänner sich nicht setzen und ihr Geschäft verrichten können. ;-)
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2. Der Ursprung des Nürnberger Volksfestes

Das Nürnberger Volksfest zieht jedes Jahr in den letzten beiden Wochen der bayerischen Sommerferien Jung und Alt an. Mehrmals kamen über zwei Millionen Besucher an den Volksfestplatz in der Nähe des Dokumentationszentrums. Doch weißt du, warum es das Volksfest überhaupt gibt? Alles begann 1826. In dem Jahr entschloss sich die Nürnberger Bürgerschaft dafür, den Geburts- und Namenstag von König Ludwig I. zu feiern. Am 3. August desselben Jahres ging die Einladung an die Bürger raus: drei Tage Volksfest mit nachweislich 65 Buden. Allerdings gab es damals Wilde Maus, XXL Krake und Co. noch nicht, die auf dem heutigen Platz zu den Attraktionen gehören. Wer bei diesen Fahrgeschäften keinen Adrenalin-Schock bekommt, sollte es übrigens mal mit einem Escape Room versuchen. Da ist Nervenkitzel garantiert.

Übrigens: Vor dem aktuellen Standort feierten die Nürnberger das Volksfest übrigens auf dem alten Quelle-Gelände an der U-Bahn-Station Eberhardshof von 1925 bis 1953.

3. Der Mythos um die Nürnberger Bratwurst

Nürnberger Bratwurst

Alle kennen sie, alle lieben sie. Die erste schriftliche Aufzeichnung der fränkischen Wurst stammt aus dem Jahr 1313! Sie ist sieben bis neun Zentimeter lang und bis zu 25 Gramm schwer. Aber warum ist die Nürnberger Bratwurst eigentlich so klein? Genau nachweisen kann man das leider nicht mehr. Eine Legende besagt, dass durch ihre Größe, die Wurst durch ein Schlüsselloch im Tor der Burgmauer geschoben werden konnte. So wurden Gäste verköstigt, die im Mittelalter erst nach Sperrstunde an die Stadtmauern gelangten und nicht mehr hineinkonnten. Eine wahrscheinlichere Erklärung ist diese: 1497 war genau festgelegt, wie groß und wie teuer Bratwürste sein sollten. Im 16. Jahrhundert stieg der Fleischpreis dann allerdings enorm. Wo anderorts die Qualität litt, entschieden sich die Nürnberger, einfach die Wurst kleiner zu machen. Auch interessant: Die Nürnberger Rostbratwurst ist seit 2003 durch das Europäische Schutzsiegel g.g.A. die einzige Bratwurst der Welt, die Rechte einer geschützten Herkunftsspezialität hat.

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4. Das Nürnberger Ei

Von der Bratwurst zum Ei? Nicht ganz. Denn dieses Ei ist nicht essbar. Stattdessen handelt es sich um eine Uhr. Diese Uhr aus dem 16. Jahrhundert war eine kugel- bzw. eiförmige Taschenuhr, die um den Hals getragen wurde. Doch der Name kommt nicht von der Form. Sondern davon, dass die Franken schon immer gerne verniedlichten. So wurde aus dem lateinischen Begriff „horologium“, was Zeitmesser bedeutet, zum „orlein“, dann zum „eierlein“ und schließlich zum Nürnberger Ei. Der berühmteste Uhrenmacher dieser Zeit war damals Peter Henlein, der oft als Macher des Nürnberger Ei genannt wird. Das ist allerdings nicht eindeutig zu sagen.

 

5. Die Hufabdrücke auf der Burgmauer

Die wahrscheinlich schrillste Legende Nürnbergs ist die Erzählung von Eppelein von Geilingen: Nach den mittelalterlichen Kreuzzügen verloren die damaligen Ritter immer mehr an Einfluss und Reichtum. So wurden einige zu gefürchteten Raubrittern, die die immer reicheren Kaufläute und Städter überfielen. So auch der Ritter Eppelein von Geilingen, der in Nürnberg sein Unwesen trieb. Wegen seiner Straftaten sollte er hingerichtet werden. Doch in letzter Minute sprang er mit seinem Pferd über den Burggraben der Nürnberger Burg und entkam. Wenn du genau suchst, kannst du bis heute noch zwei angebliche Hufabdrücke auf der Burgmauer entdecken. Viel Spaß beim Suchen!

 

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